Mittwoch, 04.02.2026

Traditionsfirma Heckel erwirbt Zollspeicher in Biebrich Stadt plant neue Nutzung für das Zollamt

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Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden hat am Dienstag, 27. Januar, den Verkauf des markanten Zollspeichers am Rheinufer in Biebrich an die Wilhelm Heckel GmbH beschlossen. Mit dem Verkauf endet nach mehr als zehn Jahren eine bislang ungeklärte Situation um das leerstehende Gebäude.

Gebäude und Bedeutung

Der Zollspeicher zählt zu den prägenden Bauwerken am Biebricher Rheinufer. Er steht seit vielen Jahren leer und war Gegenstand wiederholter Diskussionen über seine Zukunft. Die Stadtverwaltung betont, dass mit dem Verkauf eine nachhaltige Perspektive für die Immobilie geschaffen werden soll.

Pläne des Käufers

Die Wilhelm Heckel GmbH, ein in Biebrich verwurzeltes Familienunternehmen in der siebten Generation, plant, ihren Firmensitz und einen Produktionsstandort für hochwertige Holzblasinstrumente in den Zollspeicher zu verlegen. Das Unternehmen ist international tätig und existiert seit mehr als 180 Jahren in Biebrich.

Die Stadt sieht in dem Vorhaben die Chance, das Areal wieder zu beleben und die historische Bausubstanz zu erhalten. Der Dezernent für Bauen und Verkehr, Andreas Kowol, sagte, die Lösung verbinde den Erhalt der Gebäude mit unternehmerischem Engagement am Standort und einer städtebaulichen Aufwertung im Sinne des Konzepts für das Rheinufer im Rhein Main Gebiet. Er bezeichnete die Entwicklung als große Chance, den Ort wieder mit Leben zu füllen.

Zollamt bleibt in städtischer Hand

Das unmittelbar angrenzende Gebäude des denkmalgeschützten Zollamts ist nicht Teil des Verkaufs und verbleibt im Eigentum der Landeshauptstadt Wiesbaden. Für das Zollamtsgebäude soll zeitnah ein eigenständiges Nutzungskonzept erarbeitet werden.

Die Erlöse aus dem Verkauf des Zollspeichers sind laut Stadt für die Entwicklung des Zollamts vorgesehen. Ziel ist eine neue, öffentlich wirksame Nutzung, die den Vorgaben des Konzepts für das Rheinufer entspricht, insbesondere im Hinblick auf eine qualitätsvolle städtebauliche Einbindung und die Aufwertung des Biebricher Rheinuferbereichs.

Die Stadtverwaltung bewertet den Verkauf zudem als Beitrag zur Sicherung des Betriebsstandortes eines seit langem in Biebrich ansässigen Unternehmens.

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