Ein Waldbrand westlich von Hainburg-Hainstadt und im Bereich der Alten Fasanerie in Klein-Auheim hat am Mittwoch rund 2,5 Hektar Waldfläche zerstört. Verletzt wurde nach Angaben der Einsatzkräfte niemand. Stadtverantwortliche bezeichneten das Feuer als deutliche Warnung und dankten den mehr als 200 eingesetzten Kräften für die Bekämpfung der Flammen.
Einsatzlage und Lageverlauf
Die erste Alarmierung erfolgte am Mittwoch um 16.07 Uhr. Das Feuer breitete sich bis an das Gelände des Tierparks Alte Fasanerie aus, weshalb auch Kräfte der Feuerwehr Hanau vor Ort gingen, um ein Übergreifen auf die Anlagen zu verhindern. Insgesamt waren mehr als 200 Einsatzkräfte beteiligt, darunter etwa 120 Feuerwehrleute aus Hanau, sowohl ehrenamtlich als auch hauptamtlich.
Die Löscharbeiten gestalteten sich wegen dichter Vegetation, großer Hitze und Funkenflug schwierig. In dem betroffenen Waldgebiet gibt es keine Hydranten. Löschwasser wurde deshalb mit Großtanklöschfahrzeugen an die Einsatzstellen gebracht. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in den Donnerstag hinein. Stand 14.30 Uhr befanden sich noch fünf Einsatzkräfte mit einem Kreisregner-System vor Ort.
Vorsorge, Verbote und Kontrollen
Die Stadt Hanau hat aufgrund der anhaltenden Trockenheit und Hitze Grillen und offenes Feuer in öffentlichen Anlagen grundsätzlich verboten. Das Verbot gilt auch am Mainufer. Die beiden ausgewiesenen Grillplätze an der Klosterruine Wolfgang und an der Barbarossaquelle werden in den Sommermonaten nicht vergeben. Die Stadt weist darauf hin, dass bereits ein Funke, eine glimmende Zigarette oder nicht vollständig abgelöschte Grillkohle ausreichen können, um trockene Vegetation in Brand zu setzen.
Zur Prävention erhöhen Stadtpolizei und anlassbezogen die Reiterstaffel der Landespolizei ihre Präsenz in Waldgebieten und sprechen Erholungssuchende gezielt auf die Gefahren an. Der kommunale Betrieb Hanau Infrastruktur Service hat an sensiblen Stellen Warnschilder mit dem Hinweis „Rauchen, Grillen und offenes Feuer strengstens verboten“ angebracht.
Technik, Verantwortung und Appell
Die Feuerwehr Hanau setzt unter anderem einen Löschroboter vom Typ Magirus Wolf R1 ein. Das Gerät wird insbesondere bei Vegetationsbränden in schwer zugänglichem Gelände verwendet. Stadträtin und Feuerwehrdezernentin Isabelle Hemsley bezeichnete das Ereignis als klare Warnung: „Dieses Feuer ist Mahnung und Warnung“. Sie betonte zugleich, dass der Einsatz zeige, wie schnell sich Brände unter den derzeitigen Bedingungen ausbreiten können.
Hemsley rief die Bevölkerung dazu auf, die geltenden Verbote zu beachten und verdächtige Rauchentwicklungen oder Brände sofort über den Notruf 112 zu melden. Damit könne jeder dazu beitragen, den Stadtwald und Menschen in Erholungsgebieten zu schützen.
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