Freitag, 06.02.2026

Mehr Fahrgäste und bessere Noten für ESWE Verkehr in Wiesbaden

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Die Zufriedenheit mit dem städtischen Busverkehr in Wiesbaden hat sich laut einer repräsentativen Passantenbefragung verbessert. Für das Jahr 2025 ergibt sich eine Gesamtnote von 2,69 gegenüber 2,79 im Vorjahr. Gleichzeitig stiegen die Fahrgastzahlen im Linienverkehr auf knapp 59 Millionen.

Ergebnisse der Befragung

Die Studie der Hochschule RheinMain zeigt, dass 15 der 16 abgefragten Merkmale besser bewertet wurden als im Vorjahr. Deutlich verbessert wurden laut den Befragten die Umweltleistung von ESWE Verkehr, die Kontrollen, die Information bei Verspätungen sowie die Atmosphäre in den Bussen. Auch Erreichbarkeit der Ziele sowie Fahrzeit und Schnelligkeit erhielten bessere Noten.

Zum Vergleich schnitt die Pkw Nutzung schlechter ab. Die Bewertungen für Autofahrerinnen und Autofahrer lagen 2025 im Mittel bei 3,31. Die Erhebung wird seit 2006 von den Professoren Bernhard Heidel und Tobias Heußler begleitet und bildet damit eine langfristige Messung der Kundenzufriedenheit.

Untersuchungsdesign

Im vergangenen Jahr führte ein studentisches Team aus dem Fachbereich Wiesbaden Business School unter Leitung der beiden Professoren vier Befragungsrunden an zehn Standorten im Stadtgebiet durch. Insgesamt wurden 1.512 Interviews geführt. Die Teilnehmenden setzten sich aus regelmäßigen und gelegentlichen Nutzern des ÖPNV sowie aus Autofahrenden zusammen, um ein repräsentatives Bild der Verkehrsmittelwahl und der Zufriedenheit mit dem Nahverkehr zu erhalten.

Die Befragten konnten in verschiedenen Kategorien Schulnoten von eins bis sechs vergeben. Bewertet wurden unter anderem Freundlichkeit der Busfahrerinnen und Busfahrer, Schnelligkeit der Verbindungen, Taktung und Pünktlichkeit.

Reaktionen und Ausblick

Die Geschäftsführerin von ESWE Verkehr wertete die Ergebnisse als Hinweis darauf, dass die kontinuierlichen Angebots und Serviceverbesserungen bei den Fahrgästen ankommen und das Vertrauen in das Unternehmen gestiegen ist. Der Aufsichtsratsvorsitzende von ESWE Verkehr bezeichnete die Befragung als Bestätigung des bisherigen Kurses und verwies auf geplante Maßnahmen wie eine Liniennetzreform, die direktere Verbindungen und zusätzliche Erschließungen bringen soll. Er kritisierte zugleich die Unterfinanzierung des Schienenverkehrs, die zu häufigen Ausfällen führe.

Der verantwortliche Studienleiter hob hervor, dass der Vergleich zwischen Bus und Pkw besonders aussagekräftig sei und dass viele Befragte positive Veränderungen bemerkt hätten. Gleichzeitig zeigen die Daten weiterhin Verbesserungspotenzial, insbesondere bei Pünktlichkeit und der Atmosphäre in den Fahrzeugen. Eine neue Welle der Untersuchung wurde inzwischen gestartet, um die Entwicklung weiter zu beobachten.

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