Donnerstag, 29.01.2026

Sternsinger bringen Segenszeichen ins Hanauer Rathaus und machen auf Kinderarbeit aufmerksam

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Neun Kinder der Pfarrei St. Klara und Franziskus aus Hanau haben das Rathaus besucht, Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri den traditionellen Segensspruch überbracht und das Zeichen 20*C+M+B+26 über der Tür des Büros des Oberbürgermeisters angebracht. Die Aktion verband einen religiösen Brauch mit einem Hinweis auf Kinderarbeit und Bildungschancen in Entwicklungsstaaten.

Empfang im Rathaus

Die Sternsinger traten in Gewändern und mit Kronen und Sternenstäben auf und sangen vor dem Empfangsraum das Lied Wir kommen daher aus dem Morgenland. Anschließend erklärten sie den Rathausvertretern den Hintergrund ihres diesjährigen Projekts.

Oberbürgermeister Kaminsky dankte den Kindern für ihren Einsatz und verwies auf die Ungleichheit der Lebensbedingungen weltweit. Er sagte, es gebe viele Kinder, denen es deutlich schlechter gehe, und die Stadt unterstütze die Bemühungen, diesen Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri lobte die Bereitschaft der jungen Menschen, Verantwortung zu übernehmen, und bezeichnete ihr Engagement zur Bekämpfung von Kinderarbeit und für Bildung als respektabel. Als Anerkennung erhielten die Sternsinger nach dem Besuch ein kleines Geschenk.

Aktion und Hintergrund

Unter dem Motto Schule statt Fabrik richtet die diesjährige Sternsingeraktion den Blick auf Bangladesch. Dort arbeiten nach Angaben der Organisatoren noch rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche, viele unter ausbeuterischen und gesundheitsschädlichen Bedingungen. Lokale Partnerorganisationen versuchen, betroffene Kinder aus solchen Verhältnissen zu holen und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen.

In Hanau waren in diesem Jahr insgesamt 15 Kinder im Team Hanau Innenstadt als Sternsinger unterwegs, neun von ihnen nahmen am Rathausbesuch teil. Nach dreieinhalb Tagen mit Sammelaktionen und dem Anbringen des Segenszeichens 20*C+M+B+26 an zahlreichen Haustüren bildete der Empfang im Rathaus den Abschluss der Tour. Begleitet wurden die Gruppen von Gemeindereferent Maurice Radauscher und Jugendleiterin Kira Vitrant.

Bundesweite Aktion und Mitwirkungsmöglichkeiten

Die Aktion Dreikönigssingen findet seit 1959 statt und ist seit Dezember 2015 im bundesweiten Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes verzeichnet. Rund um den 6. Januar waren erneut zahlreiche Sternsingergruppen bundesweit unterwegs, um Spenden für Kinder in Not zu sammeln.

Wer die Aktion unterstützen möchte, aber beim Hausbesuch nicht anwesend war, kann online spenden. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Online-Spende finden sich unter www.sternsinger.de/spenden.

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