Am Schlossplatz in Wiesbaden sind seit dem 25. März 24 neue Bäume gepflanzt worden. Die Neugestaltung kombiniert eine hohe Nutzungsintensität des Platzes mit technischen Maßnahmen zur Sicherung der Baumgesundheit. Grundlage sind großzügig angelegte Baumquartiere und ein unterirdisches Bewässerungssystem mit Zisternen.
Pflanzkonzept und technische Ausstattung
Die Stadtverwaltung beschreibt die Maßnahmen als Teil einer klimaangepassten Stadtentwicklung. In den neu angelegten Baumquartieren wird Regenwasser in Zisternen gesammelt, das zur Versorgung der Bäume genutzt werden soll. Damit sollen die jungen Bäume auch an dem stark frequentierten Ort dauerhaft gute Wachstumsbedingungen vorfinden. Die Verantwortlichen sehen in dem Vorgehen eine Umsetzung des sogenannten Schwammstadt Prinzips als Element der Vorsorge gegen trockene Perioden.
Auswahl der Baumarten und Gestaltungsziele
Für den Schlossplatz wurden drei Baumarten ausgewählt: Prunus serrulata, der Zierkirsche, Liriodendron tulipifera, der Tulpenbaum, und Morus alba, der Weiße Maulbeerbaum. Diese Auswahl soll sowohl gestalterischen Ansprüchen als auch klimatischen Anforderungen Rechnung tragen. Nach Angaben der Stadt schaffen die neuen Standorte die Voraussetzung dafür, dass sich die 24 Bäume langfristig gut entwickeln und das Bild des Platzes prägen.
Veranstaltungsort und städtebauliche Zielsetzung
Der Schlossplatz dient als zentraler Stadtraum und wird regelmäßig für große Veranstaltungen wie die Rheingauer Weinwoche und den Sternschnuppenmarkt genutzt. Vor diesem Hintergrund betonen die Planer, dass die neuen Baumstandorte so angelegt sind, dass sie den besonderen Anforderungen des Platzes besser gerecht werden. Ziel sei es, die intensive Nutzung des öffentlichen Raums mit einer nachhaltigen Entwicklung zu verbinden.
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