In Eltville am Rhein registriert die Stadt einen deutlichen Anstieg illegal entsorgter Abfälle in der Landschaft. Bauschutt, alte Autoreifen, ausgediente Haushaltsgeräte und Sanitärkeramik werden zunehmend in Gräben und auf freien Flächen abgestellt. Die Kommune weist auf die Nutzung bestehender Entsorgungsangebote hin und kündigt konsequentes Vorgehen gegen die Verursacher an.
Anstieg und typische Ablagerungsorte
Bürgermeister Patrick Kunkel beschreibt das Phänomen knapp: „Das Aufkommen von in der Landschaft abgelagertem Müll steigt enorm.“ Nach Angaben der StadtWerke stammt der Großteil des illegal entsorgten Materials aus privaten Haushalten. Stefan Seyffardt, Leiter der Eltviller StadtWerke, listet Bauschutt, alte Autoreifen, Kühlschränke, Herde sowie Dusch- und Badewannen als häufige Funde auf.
Konkrete Einsätze zeigen die Dimension: Kürzlich mussten mehrere Tonnen Abrissmaterial einer alten Mauer von einer städtischen Fläche geräumt werden. Auffällig sei außerdem, dass illegale Ablagerungen häufig in der Nähe von Glascontainern und Altkleidersammelstellen entstehen, so die Stadtwerke.
Auswirkungen für die Kommune und Handlungsoptionen
Die illegale Entsorgung hat laut Stadt zwei unmittelbare Folgen. Zum einen bindet sie Personal der StadtWerke, das dadurch für andere Aufgaben nicht zur Verfügung stehe. Zum anderen entstünden zusätzliche Kosten für den kommunalen Haushalt, weil der Abtransport und die fachgerechte Entsorgung häufig kostenpflichtig erfolgen müssten. Die Stadt betont, dass unerlaubte Ablagerungen ordnungsrechtliche Verstöße darstellen, die mit Bußgeldern belegt und zur Anzeige gebracht werden.
Als Alternative zu illegaler Entsorgung verweist die Verwaltung auf den kommunalen Wertstoffhof. Dort können private Haushalte die meisten Abfälle weitgehend kostenfrei abgeben. Die Öffnungszeiten lauten: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 15 bis 18 Uhr, Mittwoch von 10 bis 18 Uhr und Samstag von 9 bis 16 Uhr.
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